Mitten in das Herz Deutschlands - Dampfpower von der East Side
die Harzer Schmalspurbahnen (und der Thüringer Wald), das macht insgesamt sieben Tage Bahnerlebnis unter Dampf mitten im Heimatland

Aufgrund des Coronavirus setzen wir den Verkauf aller Reisen zu außereuropäischen Zielen aus. Ausgenommen davon sind unsere Vermittlungstätigkeiten im Reiseshop. Da derzeit freies Reisen nicht absehbar ist verzichten wir vorübergehend auf die Aktualisierung dieser Webseite, wir bevorzugen es Angebote hier einzustellen, welche wir dann auch wirklich Ihnen mit guten Gewissen anbieten können.

28.06.2020 - 11.10.2020
ab €779,00.-

Harzer Schmalspurbahnen - Dampfpower von der East Side

Individuelle Bahnreise zu den ostdeutschen Mittelgebirgen, Sie erleben interessante Städte, das längste schmalspurige Bahnnetz Deutschlands, feurige Dampfloks im Einsatz, den Brocken (nördlichster Punkt Deutschlands über 1.000 Höhenmeter), das kleinste Straßenbahnnetz Deutschlands und vieles mehr. Reisedauer: 7 Tage! Es mag ungewöhnlich erscheinen gerade bei uns nun auch eine reine Deutschlandreise zu finden, aber die Zeiten sind derzeit (leider) reif dafür. Orientalische (Bahn-)Erlebnisse kann es (gerade in diesen Tagen) auch nicht weit von unserer Haustür geben! Optional Verlängerung möglich mit der Insel Rügen, dann liegt die Reisedauer bei 8 Tagen.

Die Harzer Schmalspurbahnen – Dampfpower von der East Side

 

Das Urlaubsjahr 2020 wird für viele unter uns, welches es gewohnt sind in die Ferne zu schweifen, eine völlig neue (und vielleicht auch harte) Erfahrung werden. Welche Grenzen werden wann und unter welchen Umständen wieder für uns öffnen und wo werden wir uns, offene Grenze hin oder her, überhaupt wieder sorgenfrei hintrauen? Wir kennen auch nicht die Antwort auf all diese Fragen und wollen daher auch mithelfen eine Alternative im Heimatland anzubieten, ohne dabei aber von unseren Grundsätzen abzuweichen. Unsere Grundsätze sind: schonendes und klimafreundliches Reisen und orientalische Entdeckungen, also das Unerwartete zu finden, was nicht selten direkt nebenan schon auf uns wartet!

 

 

Zunächst einmal die Frage: Wie kommt es das man in der ehemaligen DDR noch viel mehr Dampfloks im täglichen Einsatz finden kann als im Westen? Wieso finden sich im Osten auch noch viel mehr Straßenbahnnetze als in der alten BRD? Dies hat mit dem Sozialismus zu tun, welcher ohne je wirklich wirtschaftlich gewesen zu sein, seinen Bürgern stets eine Vollbeschäftigung versprach, man deshalb lange an Technologien festhielt, welche zwar nicht profitabel waren, dafür aber sehr personalintensiv blieben. Und um eine Bahnstrecke mit Dampfloks zu betreiben, benötigt man in Werkstätten sowie im fahrenden Zug viel mehr Personal als in einem schlanken Elektrotriebwagen. Ebenso verhält es sich wenn man den Stadtverkehr statt mit Bussen auch mit Straßenbahnen betreibt. Und deshalb kann man im Osten noch sehr viele interessante Kleinode auf Schienen finden, denn kurz bevor all diese Errungenschaften der Vergangenheit in der DDR mangels Wartung auseinander gefallen wären kam die Wende und damit der Tourismus – und auf einmal war das Gestern ein Plus für das Morgen! Wo sonst kann man heute noch jeden Tag Dampfloks im Einsatz erleben als auf den Kleinbahnen, welche uns die DDR hinterlassen hat? Und davon ist das Harzer Schmalspurnetz das größte von Allen. Dabei handelt es sich heute um das größte zusammenhängende Streckennetz in Europa unter Dampf. Es ist meterspurig, ganzjährig in Betrieb und besteht aus Harzquer-, Selketal- sowie Brockenbahn.

Mit diesem Programm wollen wir Ihnen eine für Bahnfreunde sehr interessante, aber doch nicht selten übersehene Ecke, unserer Heimat zugänglich machen. Dieses Programm ist auch für Kinder und Familien geeignet und beinhaltet auch Entdeckungen abseits der Schienen, mit Wanderungen und einer Höhle!

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Reisetag 1, empfohlenerweise Sonntag

 

Ausgehend von jedem Bahnhof in Deutschland (inklusive Basel Bad Bf, dem Kanton Schaffhausen, Lauterbourg, Wissembourg, Sarreguemines, Kufstein und Salzburg Hbf, ohne die Bahnstationen Jestetten und Lottstetten, ab hier nur via Bus bis Waldshut-Tiengen) starten Sie am Morgen zu Ihrer Fahrt in die Mitte Deutschlands, wir arbeiten Ihnen einen auf Ihre Region passenden Reiseplan aus. Los geht es mal früher, mal später, je nach der individuellen Anreiseentfernung. Sie nutzen heute planmäßig nur Züge des Regionalverkehrs, das heißt Sie erleben bereits bei der Anreise viel von Deutschland und es dürfte einige Umsteigevorgänge geben. Das Tagesziel heißt Gotha in Thüringen. Auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofes nehmen Sie nach der Ankunft Platz in der lokalen Straßenbahn – in der Linie 4! Diese führt zunächst durch das Herz der Stadt, wie eine ganz normale Straßenbahn. Dabei haben Sie Gelegenheit einen kurzen Eindruck von dieser schönen Stadt zu erhalten. Am Stadtrand von Gotha verwandelt sich Linie 4 dann von einer klassischen Straßenbahn zu einer Überlandstraßenbahn, der sog. „Thüringer Waldbahn“. Noch befinden wir uns zwar nicht im gleichnamigen Mittelgebirge, aber mit jedem Kilometer kommen wir diesem näher und näher. 21 Kilometer lang ist diese Meterspurstrecke ab dem Hauptbahnhof von Gotha bis zum Fuße des Thüringer Waldes in Bad Tabarz. Direkt über diesem Ort liegt eine der höchsten Erhebungen des Thüringer Waldes, der Große Inselsberg. Nun steigen Sie in einen Linienbus, welcher Sie in dessen Nähe bringt, zur Haltestelle „Kleiner Inselsberg“ ein wenig unter dem Gipfel. Je nachdem mit wieviel Gepäck Sie unterwegs sind und für wie fit Sie sich halten können wir Ihre Übernachtung nun nahe dieser Bushaltestelle planen (dies läßt für Sie immer noch die Option offen den Gipfel zu Fuß in Ruhe, aber ohne Gepäck aufzusuchen) oder, Sie wagen das Abenteuer und trauen sich ab hier die Wanderung hoch auf den Gipfel zu (dann sollte Ihr Reisegepäck besser aus einem Rucksack als aus einem Rollkoffer bestehen), denn auch dort oben findet sich eine Gastronomie mit Hotel. Der Weg geht zwar teilweise steil bergauf, ist aber stets asphaltiert und führt an keinen Hindernissen oder Abründen vorbei. Die Enternung beträgt 1,3 km und kann in ca. einer halben Stunde geschafft werden. Für Familien besteht hier oben auch die Übernachtungsmöglichkeit in einer Jugendherberge. Genießen Sie die tolle Atmosphäre weit über der Zivilisation, auf 916 Metern Höhe, gerade in den Abendstunden, wenn die Tagesgäste den Berg wieder verlassen haben, tritt eine wundervolle Stille ein und bei guter Sicht können Sie, Richtung Norden, vielleicht auch den Brocken sehen, welcher bereits in wenigen Tagen auf Sie wartet. Übernachtung und Frühstück wahlweise nahe an der Bushaltestelle „Kleiner Inselsberg“ oder auf dem Gipfel des „Großen Inselsbergs“, eventuell auch in der Jugendherberge, je nach Verfügbarkeit.

 

Reisetag 2, empfohlenerweise Montag

 

Nach dem Frühstück geht es ab der Haltestelle „Kleiner Inselsberg“ wieder zurück zur Straßenbahnhaltestelle in Bad Tabarz, wenn Sie also die Nacht auf dem Gipfel verbracht haben heißt es zuerst wieder eine kleine Wanderung den Berg hinunter zu meistern. In Bad Tabarz nehmen Sie wieder Platz in einem Zug der Thüringer Waldbahn, aber zunächst nur für eine Haltestelle. Nach wenigen Minuten erreichen Sie bereits die Marienglashöhle, eine Schauhöhle im Thüringer Wald. Sie ist zum größten Teil keine Naturhöhle, sondern besteht überwiegend aus Hohlräumen, die durch den Gips- und Kupferbergbau entstanden. Deshalb wird sie auch als Schaubergwerk geführt. 1775 wurde der Bau des Eingangsstollen mit der Absicht begonnen, Kupfer abzubauen. Zwar wurde kein Kupferschiefer gefunden, jedoch im Jahre 1778 eine Gips-Lagerstätte. Gips wurde bis in das Jahr 1903 im Untertagebau abgebaut. 1784 entdeckte man eine der größten und schönsten Gipskristalldrusen Europas. Mit einem Durchmesser von etwa zehn Metern war sie beinahe vollständig mit farblosen und durchsichtigen Gipskristallen, Marienglas genannt, ausgekleidet. Dieses Material aus der Marienglashöhle wurde bis 1848 in Kirchen und Klöstern zur Verzierung verwendet.

 

Die Höhle öffnet ihre Tore morgens ab 10 Uhr, Ihre Abfahrt am Kleinen Inselsberg sollte also frühestens ab 9 Uhr erfolgen. Nach der Höhlenbesichtigung können Sie Ihre Mittagsrast in der Gastronomie direkt bei der Höhle einlegen. Dann geht es mit der Thüringer Waldbahn weiter, aber auch nur für wenige Stationen. Wenn Sie Fußfest sind können Sie bereits eine Station weiter, Friedrichroda, aussteigen und einen Spaziergang durch diese nette Städtchen unternehmen, zum Bahnhof der DB am anderen Ende dieser kleinen Stadt, wo dann Ihre Reise weiter geht. Wenn Sie mit Ihrem Gepäck eher weniger lange Fußmärsche einlegen wollen fahren Sie mit der Waldbahn noch eine Station weiter nach Reinhardsbrunn, wo der Umsteigeweg von der Straßenbahn zur normalen Bahn nur ein Steinwurf ist. Via Fröttstädt fahren Sie dann nach Berga-Kelbra, nahe dem Kyffhäusergebirge. Hier steigen Sie um in einen Bus in das kleine Stolberg im Harz. Dieser etwa 1400 Einwohner zählende Ort im Harz besaß das Stadtrecht und ist heute bekannt als Luftkurort sowie Historische Europastadt. Markenzeichen sind die vielen Fachwerkhäuser im Renaissancestil. Das Rathaus aus dem Jahre 1454 ist ein Baukuriosum, denn es hat kein Treppenhaus. Den Zugang zu den oberen Stockwerken erreicht man nur über eine äußere Treppe, die gleichzeitig zur spätgotischen St.-Martini-Kirche hochführt. Sehenswert ist ebenso Schloss Stolberg, das auf einem nach drei Seiten abfallenden Berg steht und dessen ältestes Bauteil, der Rundturm, aus der Zeit um 1200 stammt, dessen neuere Teile jedoch im Stil der Renaissance zwischen 1539 und 1547 erbaut wurden. Wir buchen für Sie Ihr Hotel direkt mitten im Herz dieses Kleinodes, Sie können also in aller Ruhe am Abend in die nette Atmosphäre eintauchen. Übernachtung mit Halbpension in Stolberg (Harz).

 

Reisetag 3, empfohlenerweise Dienstag

 

Nach dem Frühstück geht es im Bus wieder zum Bahnhof Berga-Kelbra, wo Sie mit der Deutschen Bahn das kurze Stück in das nahe Nordhausen fahren. Direkt neben dem DB-Bahnhof finden Sie hier noch einen separaten Kopfbahnhof, "Nordhausen Nord" genannt, dessen Gleise allerdings in Schmalspur ausgeführt sind. Täglich startet hier noch ein Dampfzug, dieser hat den Gipfel des Brocken zum Ziel. Sie werden es schon erraten haben, Sie befinden sich hier am Ausgangspunkt der Harzer Schmalspurbahnen. Um 10:24 geht es los, Einsteigen, Türen zu, Ihr Zug fährt ab! Bald befinden Sie sich schon mitten im Harz und sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht. Gegen 11 Uhr erreichen Sie den kleinen Bahnknotenpunkt Eisfelder Talmühle, außer dem Bahnhof finden Sie hier sonst nur … Bäume! Verlassen Sie hier Ihren Dampfzug, der Brocken hat noch Zeit. Kaum ist der Zug weiter gedampft tritt eine erholsame Stille ein. Wir empfehlen Ihnen nun eine kleine Wanderung. 2,6 km oder 40 Gehminuten entfernt liegt der kleine Weiler Sophienhof, in welchem Sie in einer herrlichen Umgebung einkehren können. Nach dem Essen wandern Sie in aller Ruhe weiter (1,1 km oder 13 Gehminuten) zum verlassenen Haltepunkt „Sophienhof“ an der Harzquerbahn. Um 13:37 wird die Stille des Waldes unterbrochen, ein Dampfross trottet heran, es nähert sich der aus Wernigerode kommende Zug zur Eisfelder Talmühle. Machen Sie nun gut auf sich aufmerksam, denn der Sophienhof ist eine reine Bedarfshaltestelle. Kurz darauf erreicht der Zug seine Endstation und wendet in wenigen Minuten auf die Fahrt zurück, Sie bleiben einfach sitzen, denn auch Sie wollen ja weiter nach Norden. Alternativ können Sie diese Wartezeit auch komplett an der Bahnstation Eisfelder Talmühle verbringen, denn auch im alten Bahnhofsgebäude befindet sich eine Gastwirtschaft. Dies ist vor allem eine Option für die eher Fußschwachen oder bei schlechterem Wetter, eine größere Reisegruppe kann sich auf aufteilen. Oder Sie steigen am Waldhaltepunkt Sophienhof in diesen Zug erst auf der Nordfahrt ein, dann wäre die Abfahrt um 14:18. Nun befahren Sie das Herz der Harzquerbahn, die Bahnhöfe tragen all die bekannten Namen wie Benneckenstein, Sorge und Elend, dann erreichen Sie den wichtigen Bahnknotenpunkt „Drei-Annen-Hohne“. Hier steigen Sie um und können dabei interessante Rangiermanöver mit mehreren Dampfloks erleben. Sie nehmen nun Platz in einem aus Wernigerode kommenden Zug mit dem Ziel auf dem Brockengipfel, beenden Ihre Fahrt für heute allerdings in Schierke, dem Ort direkt am Fuße des Berges. Der Bahnhof liegt harmonisch mitten im Wald, der Ort ist über einen kurzen Waldweg erreichbar. Übernachtung mit Halbpension in Schierke, wo Sie vielleicht heute noch das Geheimnis des Feuersteins lüften!

 

Reisetag 4, empfohlenerweise Mittwoch

 

Mit dem ersten Zug des Tages geht es nun hinauf auf den Brocken, aber keine Angst, dieser verläßt Schierke erst kurz nach 10 Uhr, Morgenmuffel können also durchatmen. Der Gipfel liegt auf einer Höhe von 1.140 Metern, nördlich davon liegt nur noch das Tiefland, bis das Meer beginnt, welches uns von Skandinavien trennt. Ein anderer Namen für den Brocken ist „Blocksberg“, also der Berg der Hexen. Deshalb ist die Walpurgisnacht eigentlich ein großes Event im Harz, nur aus bekannten Gründen in diesem Jahr leider nicht. Die Brockenbahn umrumdet den Berggipfel auf der Anfahrt mehrmals in weiten Schleifen, um die notwendigen Höhenmeter für die Gipfelfahrt zu gewinnen. Tolle Ausblicke (nach unten genauso wie nach oben) warten auf Sie also auch schon während der Anfahrt. Nach einer halben Stunde erreichen Sie den Gipfel und haben nun Zeit sich hier oben nach Lust und Laune aufzuhalten. Zum Einkehren steht selbstverständlich ausreichend Gastronomie zur Verfügung. Am Nachmittag fahren Sie dann in einem weiteren Dampfzug die ganze Strecke hinunter bis nach Wernigerode, die unglaublich schöne Stadt am Fuße des Harz. Sie beziehen Ihr Zimmer und können nun die Innenstadt nach Lust und Laune entdecken. Übernachtung mit Frühstück sowohl bahnhofs- als auch innenstadtnah.

 

Reisetag 5, empfohlenerweise Donnerstag

Nach einem gemütlichen Frühstück begeben Sie sich gegen Halb Zehn Uhr morgens zum Bahnhof von Wernigerode. Hier geht es nun allerdings nicht in einem Dampfzug der HSB weiter, sondern ganz normal, fast schon langweilig, mit der Deutschen Bahn. Via Halberstadt steuern Sie Quedlingburg an, ein anderes der drei Streckenenden der HSB. Hier steht Ihr Dampfzug bereits am Bahnsteig bereit und Sie brauchen nur noch einzusteigen. Und los geht es auf die Selketalbahn, dem Streckenast, welcher häufig zu unrecht im Schatten der Harzquerbahn oder der Brockenbahn steht. Die Selketalbahn hat noch zwei kurze Streckenstichäste nach Harzgerode sowie nach Hasselfelde. Die Abzweigung nach Harzgerode beginnt im beschaulichen Alexisbad, wo es außer dem Bahnhof nicht viel gibt. Hier endet auch Ihr aus Quedlinburg kommender Dampfzug. Aber kurz darauf erreicht ein aus Hasselfelde kommender HSB-Dieseltriebwagen Alexisbad – zur Weiterfahrt nach Harzgerode. Sie steigen ein und erleben einen kurzen Abstecher auf dieser Stichbahn. Nach einem kürzeren Aufenthalt geht es im gleichen Dieselzug wieder zurück nach Alexisbad, wo eine längere Pause ansteht, in welcher wir für Sie einen Tisch in einem nahe gelegenen Restaurant reserviert haben. Kurz vor 15 Uhr erreicht dann wieder ein Dampfzug Ihren Standort, welcher weiter fährt bis auf die zweite Stichbahn nach Hasselfelde. Nach einer kurzen Wendezeit geht es weiter, zunächst die kurze Stichbahn zurück bis Stiege, dann weiter auf der Hauptstrecke durch das einsame Birkenmoor bis zum Kreuzungsbahnhof an der Harzquerbahn, Eisfelder Talmühle. Hier endet dieser Zug. Eisfelder Talmühle? Hier waren Sie doch schon einmal, bereits vor zwei Tagen! Und mit dem Eintreffen in diesem Bahnhof haben Sie es geschafft, Sie haben innerhalb der vergangenen 55 Stunden das gesamte Streckennetz der HSB befahren – und das (bis auf den kurzen Abstecher nach Harzgerode) stets unter Dampf! Der einsame Bahnhof mitten im Wald ist allerdings kein guter Ort um Ihre Bahnfahrt zu beenden. Das ist auch gar nicht notwendig, denn schon wenige Minuten später trifft der einzige tägliche Dampfzug ein, welcher nach Nordhausen fährt. Dieser kommt vom Brocken und Sie steigen selbstverständlich ein. Sie könn(t)en nun in diesem Zug einfach bis Nordhausen sitzen bleiben. Wenn Sie aber noch etwas eisenbahntechnisch Neues entdecken wollen, sollten Sie diesen Zug in Ilfeld wieder verlassen. Ab hier befinden Sie sich im Terrain des sog. „Nordhäuser Modells“. Angefangen hat alles mit dem sog. „Karlsruher Modell“, wo man das Straßenbahnnetz mit dem Netz der DB verknüpfte und seither Mehrsystemstraßenbahnen durch die Innenstadt als Tram verkehren und außerhalb auf den Gleisen der DB. Dieses Modell hat auf der ganzen Welt Nachahmer gefunden. Und Nordhausen verfügt über das kleinste Straßenbahnnetz Deutschlands, welches zufälligerweise in der gleichen Spurweite ausgeführt ist wie die Harzquerbahn. So entstand die Idee auf dem Bahnhofsvorplatz von Nordhausen diese beiden Netze miteinander zu verbinden, seither verkehren Straßenbahnwagen von der Nordhauser Innenstadt bis nach Ilfeld, ihre Energie beziehen diese im Trambereich durch eine ganz normale Oberleitung, auf dem Netz der HSB durch Generatoren, welche im Tramabschnitt aufgeladen werden. Ab Ilfeld könn(t)en Sie nun in einer Nordhäuser Kombitram weiter fahren, welche den Kopfbahnhof „Nordhausen Nord“ der HSB einfach umfährt und dann direkt weiter in die Innenstadt. Ihre Übernachtung mit Frühstück buchen wir für Sie in Nordhausen, für Familien mit Kindern auch gerne in der netten Jugendherberge.

Reisetag 6, empfohlenerweise Freitag

 

Nach dem Frühstück nehmen Sie Platz in Zügen der DB, welche Sie zurück in den Thüringer Wald bringen, diesmal geht es nach Meiningen, dem Eldorade für alle Dampflokfans. Am Nachmittag treffen Sie hier ein und wir haben wir Sie, schön passend zur Innenstadt gelegen, ein nettes Hotel mit Frühstück gebucht. Dieser Tag bietet Ihnen auch die Möglichkeit einen Aufenthalt in Erfurt einzulegen, es steht dafür ausreichend Zeit zur Verfügung.

 

Wenn Sie noch etwas mehr Zeit haben können Sie am heutigen Tag, anstatt nach Meiningen im Thüringer Wald zu fahren, sich auch auf den Weg an die Ostsee machen, denn auf der Insel Rügen wartet nochmal eine Schmalspurbahn, welche täglich mit Dampfloks betrieben wird. Mehr dazu folgt weiter unten.

 

Reisetag 7, empfohlenerweise Samstag

 

Um 10 Uhr beginnt die nur einmal wöchentlich stattfindende Führung durch das Dampflokwerk von Meiningen, welches noch immer von der DB betrieben wird und welche dies von der alten Deutschen Reichsbahn der DDR geerbt hat. Hier werden so gut wie alle heute noch in Deutschland fahrtüchtigen Dampfloks regelmäßig gewartet und untersucht, egal ob sie wie bei den HSB quasi täglich im Regelbetrieb im Einsatz sind oder ob es sich um Loks von Museumsbahnen oder Eisenbahnerclubs handelt, welche meist nur ehrenamtlich betrieben werden. Es ist wichtig Ihre einwöchige Reise jeweils an einem Sonntag zu starten, da nur so dieser Reisetag ein Samstag ist und dies der einzige Tag ist, an dem das Werk in Meiningen seine Türen öffnet. Ihre Führung dauert ca. 90 Minuten, danach gehen Sie zum nahen Bahnhof und starten Ihre Heimreise. Sie nutzen dafür wieder planmäßig nur Züge des Regionalverkehrs, das heißt Sie erleben auch jetzt viel von Deutschland und es dürfte einige Umsteigevorgänge geben. Falls möglich, gestalten wir Ihren Reiseplan so, daß Sie nun andere Strecken und Bahnhöfe durchfahren und erleben als auf der Anreise. Unsere Reiseleistungen enden mit dem Eintreffen in Ihrem Zielbahnhof, je nachdem wo dieser liegt kommen Sie früher oder später in der Heimat an, die weit entfernt liegenden Regionen im hohen Norden oder tiefen Süden werden teilweise erst im Laufe der Nacht erreicht. Da der Folgetag aber ein Sonntag ist steht Ihnen meist noch ein Ruhetag zur Verfügung, ehe es wieder los geht mit dem Alltagsleben. Unser Angebot gilt bis zu allen Bahnhöfen im Netz der DB innerhalb Deutschlands, inklusive der Bahnhöfe Basel Bad Bf, den Bahnhöfen im Kanton Schaffhausen, Lauterbourg, Wissembourg, Sarreguemines, Kufstein sowie Salzburg Hbf. Zu den beiden Bahnhöfen Jestetten und Lottstetten gilt unser Angebot nicht, diese beiden Orte sind ohne Zuschlag nur via Waldshut-Tiengen und ab hier per Bus inklusive.

 

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Preise:

Grundpreis pro Person im DZ 779,00 €
   
EZ-Zuschlag 249,00 €

in diesem Reisepaket eingeschlossene Leistungen:

  • An- und Abreise per Bahn in Zügen des Nahverkehrs ab/bis zu jedem Bahnhof im Netz der DB
  • 6 Übernachtungen mit Frühstück in verschiedenen Mittelklassehotels, für Familien mit Kindern auch in Jugendherbergen
  • 2x Abendessen
  • 1x Mittagessen
  • Eintritt in die Marienglashöhle, Friedrichroda
  • sämtliche im Reiseprogramm ausgewiesenen Bahn- und Busfahrten im Transfer zwischen den einzelnen Programmpunkten
  • Fahrt in Dampfzügen über das gesamte Netz der HSB (Ausnahme: der kurze Streckenast nach Harzgerode, hier Diesel)
  • Eintritt in das Dampflokwerk von Meiningen
  • Ausarbeitung eines detaillierten und persönlichen Reiseplans, welcher wertvolle Tipps enthält

nicht enthaltene Leistungen:

  • alle weiteren, nicht explizit aufgeführten Mahlzeiten
  • alle weiteren, spontanen Aktivitäten, welche nicht explizit im Reiseprogramm erwähnt sind
  • An-, Ab oder Transferfahrten in Zügen des Fernverkehrs (wie IC, ICE), Upgrades sind möglich

Jeder Reisetermin und Buchungswunsch zu diesem Reiseprogramm muß von uns individuell mit den Leistungsgebern abgestimmt werden, wir haben keine Vorbuchungen oder Kontingente geblockt. Das heißt es kann, je nach Verfügbarkeit, zu kleinen Abweichungen kommen und auch der ausgewiesene Reisepreis ist informativ und kann Schwankungen unterliegen. Für jeden konkreten Buchungswunsch mit klarer Terminangabe checken wir alle Leistungsgeber durch und können Ihnen dann entweder das Programm in ausgewiesener Form bestätigen oder wir legen Ihnen klare Alternativen vor. Sollte dies zu einer Preisänderung führen, erhalten Sie auf jeden Fall ein verbindliches Angebot zu einem festen Preis. Dieses können Sie dann fest buchen oder ausschlagen, eine Buchungsanfrage ist also noch ohne jegliches Risiko für Sie.

Das Dampflokwerk in Meiningen ist derzeit noch geschlossen (Corona), so lange dieser Zustand anhält entfällt dieser Programmpunkt leider ersatzlos.

Option Rügen:

 

Reisetag 6, vermutlich ein Freitag

 

Mit der Deutschen Bahn fahren Sie heute gemütlich über den Tag nach Norden, bis in die alte Hansestadt Stralsund. Dabei durchfahren Sie auch Berlin. Diese Fahrt findet standardmäßig in Regelzügen des Nahverkehrs statt und es fallen, je nach Verbindung, zwei bis drei Umsteigevorgänge an. Am Abend erreichen Sie dann Stralsund und wir haben für Sie ein Hotel reserviert, welches sowohl nahe zum Bahnhof wie auch zur historischen Altstadt liegt. Es spricht also nichts dagegen heute oder morgen Abend einen gemütlichen Spaziergang zur Entdeckung dieser Stadt zu unternehmen. Sie verbringen dann zwei Nächte bei Übernachtung mit Frühstück in Stralsund.

 

Reisetag 7, vermutlich ein Samstag

 

Gegen 9 Uhr nehmen Sie im nahen Bahnhof einen Zug auf die Insel Rügen, welche durch den Rügendamm mit dem Festland verbunden ist. Über den Rügendamm führt auch eine Strecke der Deutschen Bahn. Der Rügendamm ist aber kein Damm im eigentlichen Sinne, es handelt sich um zwei Brücken, welche jeweils die Insel Dänholm sowohl mit dem Festland als auch mit der Insel Rügen verbinden. Bei Rügen handelt es sich also noch immer um eine richtige und echte Insel. Im Zentrum der Insel, in Bergen, steigen Sie um auf eine Nebenbahn über Putbus zur Mole von Lauterbach. Hier wartet die MS Sellin auf Sie, mit welcher Sie die einmalige Schönheit der Rügischen Boddengewässer entdecken. Das Schiff fährt auch an der Insel Vilm vorbei. Wahlweise in Baabe oder Sellin endet Ihre Schiffahrt und Sie machen sich auf den Weg zum Kleinbahnhof, wo es mit dem Rasenden Roland weitergeht. In Baabe bedeutet dies einen Fußwegn von ca. 30 Minuten, aber es steht auch ein Shuttlebus zur Verfügung, in Sellin ist die Fußstrecke deutlich schneller zu bewältigen. Sie sollten aber in beiden Orten auf jeden Fall bis zur Strandpromenade (vor allem in Sellin mit seiner berühmten Seebrücke) weiter gehen, es lohnt sich! Rasender Roland ist der Name der Rügenschen Bäderbahn, welche eine 24 km lange Strecken im Osten der Insel betreibt und dabei jeder Planzug mit Dampf betrieben wird. Anders als die Strecken der HSB ist die Spurweite hier aber noch kleiner, lediglich 750 mm trennen die beiden Schienen links und rechts. Über Binz (wo Sie auch einen Zwischenstopp einlegen können, wenn gewünscht) führt Ihre Fahrt nun durch die Wälder Rügens in einem weiten Bogen zurück nach Putbus, wo wieder Anschluß via Bergen bis Stralsund besteht. Gegen Abend Rückkehr zum Bahnhof von Stralsund sowie zu Ihrem Hotel.

 

 

Reisetag 8, vermutlich ein Sonntag

 

Am Morgen geht es zum nahen Bahnhof und Sie starten Ihre Heimreise. Sie nutzen dafür wieder planmäßig nur Züge des Regionalverkehrs, das heißt Sie erleben auch jetzt viel von Deutschland und es dürfte einige Umsteigevorgänge geben. Je nachdem, wie weit Ihr Heimatbahnhof im Süden von Deutschland liegt, muß Ihre Rückreise schon sehr früh am Morgen beginnen, eventuell auch noch bevor im Hotel das Frühstück angeboten werden kann, welches in diesem Fall entfällt. Es ist aber möglich, bei einer sehr frühen Abfahrt, bis gegen Mitternacht jeden Bahnhof bis im Süden zu erreichen. Unsere Reiseleistungen enden mit dem Eintreffen in Ihrem Zielbahnhof. Unser Angebot gilt bis zu allen Bahnhöfen im Netz der DB innerhalb Deutschlands, inklusive der Bahnhöfe Basel Bad Bf, Lauterbourg, Wissembourg, Sarreguemines, den Bahnhöfen im Kanton Schaffhausen, Kufstein sowie Salzburg Hbf. Zu den beiden Bahnhöfen Jestetten und Lottstetten gilt unser Angebot nicht, diese beiden Orte sind ohne Zuschlag nur via Waldshut-Tiengen und ab hier per Bus inklusive.

Preise für die Option Rügen:

Grundpreis pro Person im DZ 999,00 €
   
EZ-Zuschlag 299,00 €

Diese Preisen gelten für das gesamte Angebot, also über alle acht Reisetage hinweg.

in diesem Reisepaket eingeschlossene Leistungen:

  • An- und Abreise per Bahn in Zügen des Nahverkehrs ab/bis zu jedem Bahnhof im Netz der DB
  • 7 Übernachtungen mit Frühstück in verschiedenen Mittelklassehotels, für Familien mit Kindern auch in Jugendherbergen (wenn der Heimatbahnhof sehr weit im Süden Deutschlands liegt kann das Frühstück an Reisetag 8 fahrplanbedingt auch entfallen)
  • 2x Abendessen
  • 1x Mittagessen
  • Eintritt in die Marienglashöhle, Friedrichroda
  • sämtliche im Reiseprogramm ausgewiesenen Bahn- und Busfahrten im Transfer zwischen den einzelnen Programmpunkten
  • Fahrt in Dampfzügen über das gesamte Netz der HSB (Ausnahme: der kurze Streckenast nach Harzgerode, hier Diesel)
  • Fahrt mit dem Rasenden Roland auf Rügen
  • Schiffahrt im Osten der Insel Rügen mit der MS Sellin zwischen Lauterbach und Sellin oder Baabe
  • Ausarbeitung eines detaillierten und persönlichen Reiseplans, welcher wertvolle Tipps enthält

nicht enthaltene Leistungen:

  • alle weiteren, nicht explizit aufgeführten Mahlzeiten
  • alle weiteren, spontanen Aktivitäten, welche nicht explizit im Reiseprogramm erwähnt sind
  • An-, Ab oder Transferfahrten in Zügen des Fernverkehrs (wie IC, ICE), Upgrades sind möglich

Jeder Reisetermin und Buchungswunsch zu diesem Reiseprogramm muß von uns individuell mit den Leistungsgebern abgestimmt werden, wir haben keine Vorbuchungen oder Kontingente geblockt. Das heißt es kann, je nach Verfügbarkeit, zu kleinen Abweichungen kommen und auch der ausgewiesene Reisepreis ist informativ und kann Schwankungen unterliegen. Für jeden konkreten Buchungswunsch mit klarer Terminangabe checken wir alle Leistungsgeber durch und können Ihnen dann entweder das Programm in ausgewiesener Form bestätigen oder wir legen Ihnen klare Alternativen vor. Sollte dies zu einer Preisänderung führen, erhalten Sie auf jeden Fall ein verbindliches Angebot zu einem festen Preis. Dieses können Sie dann fest buchen oder ausschlagen, eine Buchungsanfrage ist also noch ohne jegliches Risiko für Sie.

 

Weitere Verlängerungen Ihres Aufenthaltes im Norden sind möglich, wie ein Besuch der Kreidefelsen von Rügen, der rügener Nebeninsel Ummanz, zum Kap Arkona bzw. das kleine Fischerdorf Vitt ganz im Norden, eine Überfahrt mit der Fähre nach Altefähr auf Rügen über den Strelasund (dort findet man nette Strandabschnitte sowie einen Kletterpark im Wald) oder ein Tagesausflug auf die Insel Hiddensee. Bitte erfragen Sie Ihr persönliches Angebot, ganz nach Ihren persönlichen Wünschen und Vorstellungen. Bei einem längeren Aufenthalt an der Ostsee als zwei Nächte, also im Rahmen eines persönlichen Privatangebots können wir, insbesondere auch für Familien, auf Rügen eine Ferienwohnung als Unterkunft in Erwägung ziehen, vorbehaltlich der Verfügbarkeit. Ebenso kann es dann lohnenswert werden Ihre Unterkunft in dieser Landesecke anstatt in der alten Hansestadt Stralsund direkt auf die Insel Rügen zu legen. Hier dazu noch ein paar weitere Eindrücke der Inseln Rügen, Hiddensee, Ummanz sowie der Hansestadt Stralsund: